
Du klickst auf „Alle aktualisieren“, wartest dreissig Sekunden — und die Website ist nicht mehr dieselbe. Das Layout ist verschoben, ein Slider fehlt, das Kontaktformular sendet nicht mehr, oder die ganze Seite ist weiss. Updates sind wichtig und richtig. Aber sie sind auch der häufigste Grund, warum funktionierende Websites plötzlich kaputt sind. Hier steht, was du jetzt tust — in der richtigen Reihenfolge.
Bevor du irgendetwas änderst, halte fest, was du siehst. Das entscheidet, wo du suchst:
Klingt banal, löst aber jeden vierten Fall. Nach einem Update liegen oft noch alte CSS- und JS-Dateien im Cache, die nicht mehr zum neuen Code passen. Leere den Plugin-Cache (WP Rocket, LiteSpeed, W3 Total Cache), den Hosting-Cache (Infomaniak, Hostpoint, Cyon haben eigene Buttons im Panel), ein allfälliges CDN (Cloudflare) und den Browser-Cache — oder öffne die Seite im privaten Fenster. Erst wenn die Seite dann immer noch kaputt ist, geht es weiter.
Im WordPress-Admin unter Dashboard → Aktualisierungen siehst du nicht, was gerade aktualisiert wurde. Aber unter Plugins steht bei jedem die Versionsnummer, und die meisten Hoster führen ein Update-Protokoll. Hast du mehrere Plugins gleichzeitig aktualisiert, musst du eingrenzen: Plugins nacheinander deaktivieren, nach jedem prüfen, ob die Seite wieder geht. Beginne mit dem, das thematisch zum Fehler passt — Slider-Plugin bei fehlendem Slider, Formular-Plugin bei stummem Formular.
wp-content/plugins/ die Ordner einzeln um. WordPress deaktiviert das Plugin dann automatisch — ohne Login.Hast du das schuldige Plugin gefunden, gibt es zwei Wege. Der schnelle: Das Plugin WP Rollback installieren und mit einem Klick die vorherige Version einspielen. Funktioniert für alle Plugins und Themes aus dem offiziellen Verzeichnis. Der manuelle: Auf wordpress.org die Plugin-Seite öffnen, unter „Erweiterte Ansicht“ die alte Version herunterladen, per FTP den Plugin-Ordner ersetzen. Bei gekauften Premium-Plugins musst du die alte Version beim Anbieter holen.
Wichtig: Das Downgrade ist eine Überbrückung, keine Lösung. Alte Versionen haben oft bekannte Sicherheitslücken. Innerhalb weniger Wochen brauchst du entweder eine korrigierte neue Version oder ein anderes Plugin.
Ein Backup von vor dem Update zurückzuspielen ist die Holzhammer-Methode. Sie funktioniert — aber du verlierst alles, was seither passiert ist: neue Bestellungen, Formulareingaben, Blog-Kommentare, Inhaltsänderungen. Bei einer Firmen-Website ohne Shop ist das oft verschmerzbar. Bei einem Shop nie. Dann lieber nur das Plugin zurücksetzen, nicht die ganze Seite.
Und: Ein Backup hilft nur, wenn es eines gibt. Viele Hoster sichern täglich, aber behalten nur sieben Tage. Wenn das Update länger her ist, ist das saubere Backup weg. Prüfe das, bevor du dich darauf verlässt.
WordPress-Websites bestehen aus dem Core, einem Theme und typischerweise 15 bis 40 Plugins von verschiedenen Entwicklern. Jedes wird unabhängig weiterentwickelt. Niemand testet, ob Plugin A in Version 3.2 mit Plugin B in Version 7.1 und deinem Theme in Version 2.0 funktioniert — ausser du. Je mehr Plugins, desto mehr Kombinationen, desto wahrscheinlicher ein Konflikt. Die drei häufigsten Auslöser:
Es gibt einen Weg, Updates zu machen, ohne jedes Mal die Luft anzuhalten. Er ist nicht kompliziert, aber er braucht Disziplin:
Genau diese Routine ist der Kern der WEBINEX-Wartung: Updates einzeln, mit Backup davor, Test danach, monatlicher Bericht. Wer das selbst macht, spart Geld. Wer es nicht macht, zahlt irgendwann mit einem Samstag wie diesem.
Nur wenn nichts anderes hilft. Ein Backup von vor dem Update löscht alle Bestellungen, Formulareingaben und Inhaltsänderungen seither. Besser: nur das schuldige Plugin auf die alte Version zurücksetzen.
Plugins nacheinander deaktivieren und nach jedem prüfen. Ohne Admin-Zugang: per FTP in wp-content/plugins/ die Ordner einzeln umbenennen — WordPress deaktiviert sie dann automatisch.
Ja. Das Plugin WP Rollback stellt für alle Plugins und Themes aus dem offiziellen Verzeichnis die vorherige Version per Klick wieder her. Bei Premium-Plugins holst du die alte Version beim Anbieter.
Dann ist es fast immer ein CSS-Problem im Theme oder Page-Builder. Cache leeren, dann Theme prüfen. Wenn du direkt im Theme statt in einem Child-Theme gearbeitet hast, sind deine Anpassungen beim Update überschrieben worden.
Backup vor jedem Update, Updates einzeln einspielen, zuerst auf einer Staging-Kopie testen, danach kurz durchklicken, und die Plugin-Zahl klein halten. Das ist genau die Routine, die ein Wartungsvertrag übernimmt.
Veröffentlicht am 16.09.2026 · Fitim Hajdini, Geschäftsführer WEBINEX
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